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Karneval

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Karneval weltweit
Europas wohl bekanntester Karneval wird in Venedig gefeiert. Im Vergleich zum Karneval anderer Städte gibt es hier keinen Umzug - seinen Reiz bezieht das Fest aus der fantasievollen Maskierung der Beteiligten. Damit karikieren sie lokale Eigentümlichkeiten der Städte und Provinzen Italiens. Seinen Höhepunkt erfuhr der venezianische Karneval im 17. Jahrhundert durch immer kunstvollere Kostüme. Mit der französischen Invasion Ende des 18. Jahrhunderts kam jedoch schon sein Ende. Erst um 1980 wurden die alten Bräuche von Tourismusverbänden wieder entdeckt.

Der Karneval in Rio de Janeiro hat zwei Gesichter. Zum einen das der Parade im Sambadrome. Zwischen dreitausend und sechstausend Tänzer der vierzehn größten Sambaschulen nehmen am Umzug teil. Jede Schule wird von einer Jury nach strengen Regeln beurteilt. Das zweite Gesicht ist der Carnaval de rua - der Straßenkarneval. Er repräsentiert das Rio der Einheimischen, der Carioca: aus dem Nichts zaubern sie bunte Kostüme und tanzen zur Musik der Sambagruppen ihrer Viertel.

Der ausgelassenste Karneval in Nordamerika ist der Mardi Gras in New Orleans. Im French Quarter tobt die wildeste Party Amerikas. Dixielandbands begleiten gleich mehrere Umzüge durch die Straßen der Stadt. Hin und wieder werfen die "Jecken" statt der üblichen Kamellen geprägte Dublonen in die Menge, die begehrte Sammlerstücke sind.