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Lebensmittel
Gemüse

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Lebensmittel haltbar machen
Früher war das Anlegen von Vorräten überlebenswichtig; in der Überflussgesellschaft hingegen scheint es für das Konservieren am eigenen Herd keinen Grund mehr zu geben. Dennoch finden Großmutters Tricks bis heute Anwendung.

Denn: Auch der kleinste Garten hinterm Haus liefert mehr Bohnen, als eine Familie verbrauchen kann. Wer will schon jeden Tag Bohnen essen? Also werden saisonale Produkte, Sonderangebote im Supermarkt oder der Fang vom letzten Angelausflug nach traditionellen Verfahren haltbar gemacht. Ziel ist es, den Prozess des Verderbs, durch Mikroorganismen, durch lebensmitteleigene Enzyme und durch Umgebungsbedingungen verursacht, zu verlangsamen oder ganz zu verhindern.

Kühlen verlängert die Haltbarkeit von Lebensmitteln, weil das Absenken der Temperatur das Wachstum von Mikroorganismen und die Aktivität der Enzyme hemmt. Zum längerfristigen Haltbarmachen eignet sich das Einfrieren. Hier wird ihr Wachstum zwar unterbrochen, die Mikroorganismen werden aber nicht abgetötet, so dass sie sich beim Auftauen wieder vermehren können. Nährstoffe, Aroma und Aussehen der Lebensmittel bleiben beim Einfrieren weitgehend erhalten.

Einkochen, also das Erhitzen bei Temperaturen zwischen 75 und 100 Grad Celsius, tötet Verderbniserreger ab und zerstört die Enzyme. Der luftdichte Verschluss verhindert zusätzlich das Eindringen schädlicher Mikroorganismen von außen. Das Konservieren von Lebensmitteln durch Zusatz von Zucker findet bei der Herstellung von Marmelade Anwendung. Dabei bindet der Zucker das Wasser im Obst und schränkt so das Wachstum der Erreger stark ein.

Beim Trocknen, einem der ältesten Verfahren, das besonders für Obst, Pilze und Kräuter geeignet ist, entziehen Wärme und Luftzirkulation der Nahrung Flüssigkeit, so dass sich Mikroorganismen nicht weiter vermehren können.

Eine alte Methode ist auch das Einlegen in konservierende Flüssigkeiten (Alkohol, Essig, Öl); für eine längere Haltbarkeit ist jedoch die Kombination mit anderen Verfahren nötig. Beim Pökeln entzieht Salz dem Fleisch das Wasser und damit den Erregern die Lebensgrundlage. Weil dabei auch das Oxidieren von Fetten eingeschränkt wird, können gepökelte Produkte nicht so schnell ranzig werden.

Wegen des hohen Arbeitsaufwandes hat das Räuchern im Haushalt heute kaum noch Bedeutung. Außerdem reicht diese Methode, bei der dem Lebensmittel durch Wärme Wasser entzogen wird und gleichzeitig konservierende Duft- und Wirkstoffe in das Produkt eindringen, zum langfristigen Haltbarmachen nicht aus. Vor allem dient Räuchern der Geschmacksgebung.