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Backen

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Nürnberger Lebkuchen
Klassiker zu Weihnachten sind neben dem Christstollen auch Lebkuchen. Für deren einzigartigen Geschmack sind Gewürze aus aller Herren Länder verantwortlich: Zimt, Nelken, Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander und Muskat. Erfunden wurden die Lebkuchen in den Apotheken der Klöster, die mit Heilkräutersäften vermischte Honigfladen buken. Die gewerbsmäßige Lebkuchenherstellung begann Ende des 13. Jahrhunderts.

Weil sie an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt lag, an dem unter anderem mit exotischen Gewürzen gehandelt wurde, gelangte Nürnberg als Lebkuchenstadt zu Ruhm. Zudem lieferte der nahe Reichswald mit seinem Heidekraut eine der wichtigsten Zutaten: Honig. Im Mittelalter war Honig das einzige Süßungsmittel, das in größeren Mengen vorhanden war. Ab 1643 gab es in Nürnberg eine eigene Zunft der Lebzelter, seit Ende des 19. Jahrhunderts wird das weltbekannte Weihnachtsgebäck auch maschinell hergestellt. Der Begriff Nürnberger Lebkuchen ist seit 1927 als Herkunftsbezeichnung rechtlich geschützt, die Leckerei darf nur in Nürnberg gefertigt werden.