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Hund

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Hund auf Rezept
Blinde und Sehgeschädigte, die einen Blindenführhund möchten, benötigen ein Rezept vom Arzt. Mit dem "Rezept" und einem Kostenvoranschlag, den man bei einer der ungefähr neunzig Blindenführhundschulen in Deutschland erhält, wenden sich Interessierte anschließend an die Krankenkasse.

Kann der Blinde oder Sehgeschädigte in einem Mobilitätstraining nachweisen, dass er in der Lage ist, sich auch allein zu orientieren und im Notfall regulierend einzugreifen, übernehmen Krankenkassen die Kosten von bis zu 25.000 Euro. Ist eine Blindenführhundschule gefunden und hat der dortige Trainer einen geeigneten Hund herausgesucht, folgt eine gemeinsame Einarbeitungszeit von vierzehn Tagen.

Nach der Einarbeitungszeit absolvieren Hund und Halter eine Gespannprüfung, die aus einem Übungslauf mit allen relevanten Kommandos besteht. Bei nicht bestandener Prüfung ist eine Nachschulung zwingend notwendig, denn ein schlecht ausgebildeter Hund kann für den Halter durchaus Lebensgefahr bedeuten.

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Friedfertig, intelligent, nervenstark
Zur Ausbildung zum Blindenführhund eignen sich ausschließlich Rassen mit einem friedfertigen, intelligenten, nervenstarken und belastbaren Wesen, wie Schäferhunde, Labradore, Golden Retriever oder Königspudel.

In ihren ersten Lebensmonaten werden geeignete Jungtiere von speziell ausgesuchten Patenfamilien sozialisiert und immer wieder mit den unterschiedlichsten Situationen und Ereignissen konfrontiert, um sie auf Nervenfestigkeit, Ängstlichkeit, Aggressionsverhalten, Jagdtrieb und auf Wohlverhalten im Umgang mit Menschen zu testen.

Die eigentliche Ausbildung zum Führhund beginnt in der Regel im Alter von sechs bis acht Monaten. Mithilfe verschiedener Methoden des Verhaltenstrainings lernen die Tiere in der etwa einjährigen Ausbildung zwischen dreißig und vierzig Kommandos, beispielsweise "Such Ampel", "kehrt", "links", "rechts" oder "Überquere Straße".

Bei entsprechendem Training können Führhunde sogar bis zu vierhundert Befehle beherrschen. Damit Führhunde nicht vergessen, was sie gelernt haben, müssen ihre Besitzer die Befehle und Kommandos regelmäßig trainieren.