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Ernte

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Alles zu seiner Zeit
Frisches Obst und Gemüse stehen hierzulande das ganze Jahr über auf dem Speiseplan. Besonders vielfältig ist das Angebot im Sommer: Allein im August haben 48 Obst- und Gemüsesorten Saison. Doch auch im Winter ist der Tisch reich gedeckt: Gemüsearten wie Möhren, Sellerie und viele Kohlarten sind robust und vertragen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Grünkohl und Rosenkohl schmecken sogar erst nach einem Frost richtig gut. Einige Porreesorten können noch im Frühjahr geerntet werden. Dagegen sind Tomaten, Zucchini, Gurken und Paprika sehr kälteempfindlich. Wann hat welches heimische Obst und Gemüse Saison? Ein Überblick:

Frühjahr (März, April): Wildgemüse wie Löwenzahn, Brennnessel, Gänseblümchen, Vogelmiere

Frühling (Mai): Kopfsalat und Feldsalat; Rettiche; Radieschen; Spargel; Wildgemüse (Schafgarbe, Spitzwegerich, Giersch, Sauerampfer); Garten- und Wildkräuter wie Schnittlauch, Bärlauch, Salbei und Petersilie

Frühsommer (Juni): Beerenobst wie Erdbeeren und Stachelbeeren; Gemüse wie Erbsen, Rettiche und Radieschen; Spargel; Kopfsalat, Schnittsalat und Feldsalat; Rhabarber; Kräuter (Melisse, Thymian, Petersilie und Salbei)

Hochsommer (Juli, August): Beerenobst wie Stachelbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren; Steinobst wie Kirschen und Mirabellen; Gemüse wie Kohlrabi, Mangold, Spinat, Wirsing, Bohnen, Tomaten, Brokkoli, Blumenkohl, Rettiche, Radieschen, Bohnen, Sellerie; Salat (Kopfsalat, Schnittsalat, Feldsalat); Kräuter: Johanniskraut, wilde Malve, Lavendel, Liebstöckel, Petersilie, Melisse

Spätsommer (September): Birnen und frühe Apfelsorten (Elstar); Pflaumen und Zwetschgen; Brombeeren und Weintrauben; Gemüse wie Bohnen, Sellerie, Zucchini, Kürbis, Tomaten, Brokkoli und Weißkraut; Salat (Kopfsalat, Schnittsalat), Kräuter (Rosmarin, Petersilie, Melisse)

Frühherbst (Oktober): späte Apfelsorten (Jonagold, Boskoop); Weintrauben; Hagebutte; Salat (Endivien, Feldsalat); Gemüse wie Karotten, Sellerie, Kohlrüben, Rotkohl; Kartoffeln

Herbst (November): Rosenkohl, Grünkohl, Lauch, Weißkraut, Rotkohl; Salat wie Endiviensalat, Feldsalat

Winter (Dezember bis Februar): Rosenkohl, Grünkohl, Lauch, Rote Beete

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Erntedankfeste...
sollen uns gemahnen, die tägliche Nahrung nicht als selbstverständlich zu sehen. Sie symbolisieren, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen.

Der Ursprung des Erntedankfests liegt in vorchristlicher Zeit: Bereits Ägypter, Griechen und Römer verehrten aus Anlass der Ernte ihre jeweiligen Götter. Im Christentum wurde hingegen erst 1773 ein regelmäßiges Erntedankfest eingeführt - die Wurzel heutiger Feierlichkeiten.

Stark ritualisiert, aber auch kommerzialisiert, ist die amerikanische Variante des Erntedankfests, das Thanksgiving. Der staatliche Feiertag Ende November ist keineswegs nur beschauliches Beisammensein um den Truthahn, sondern vor allem ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, leitet er doch die Zeit der Weihnachtseinkäufe ein.

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Wer im Supermarkt...
zu Mais greift, denkt vielleicht daran, wie er als Kind über die Felder lief und Maiskolben geklaut hat. Damals konnte man eben sicher sein, dass wirklich Mais drin war, wo Mais "draufstand". Heute macht die Nahrungsmittelindustrie einen Wandlungsprozess durch. Pflanzen werden mit fremden Genen regelrecht "gedopt" - der Biotechnologie sei Dank.

Wie weit aber lässt sich Biotechnologie treiben? Etwa so weit, dass irgendwann nur noch Biomasse, also beliebiges organisches Material, als Basisrohstoff für alle Lebensmittel dient? In der Konsequenz könnte das heißen, dass Mais nicht mehr vom Feld, sondern aus der Fabrik oder aus dem Labor kommt. Genau wie alle anderen Nahrungsmittel, ob Fleisch, Fisch, Obst oder Gemüse.