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Sibirien

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Sibirien - die Fakten
Zwei verschiedene Bedeutungen des Begriffs "Sibirien" gibt es: Einerseits verstehen Russen unter Sibirien einen so genannten Föderationskreis, der westlich der Republik Jakutien liegt. Auf über fünf Millionen Quadratkilometern umfasst er die Republik Altai, die Region Altai, die Republik Burjatien, die Region Transbaikalien, den Oblast (Bezirk) Irkutsk, die Republik Chakassien, den Oblast Kemerowo, die Region Krasnojarsk, den Oblast Nowosibirsk, den Oblast Omsk, den Oblast Tomsk und die Republik Tuwa.

Andererseits wird umgangssprachlich unter Sibirien der gesamte asiatische Teil Russlands verstanden. Im Westen begrenzt der Ural die Region, im Norden der arktische Ozean, im Osten der Pazifik und im Süden die Volksrepublik China, die Mongolei und Kasachstan. Mit einer Fläche von 13,1 Millionen Quadratkilometer nimmt Sibirien drei Viertel des russischen Territoriums ein. Während im europäischen Teil Russlands aber etwa 104 Millionen Menschen leben, sind es in Sibirien nur rund 38 Millionen. Der größte Teil der Bevölkerung lebt in Städten entlang der Transsibirischen Eisenbahn. Die meisten Sibirier sind eingewanderte Russen, die indigene Bevölkerung ist in der Minderheit.

In Sibirien liegt das größte und gleichzeitig älteste Binnengewässer der Welt. Der Baikalsee hat eine Wassermenge von 23.000 Kubikmetern. Damit besitzt er ein größeres Fassungsvermögen als die Ostsee (21.000 Kubikmeter). In den meisten Landstrichen der Region Sibirien herrscht Kontinentalklima. Während der kurzen, aber heißen Sommer können Temperaturen bis plus 40 Grad Celsius erreicht werden. Die Winter dagegen sind lang und hart. In der kalten Jahreszeit erreichen die Temperaturen Werte unter minus 60 Grad Celsius. Statistisch ist es nirgends auf der Erde so kalt wie im sibirischen Oimjakon. 1964 betrug die Temperatur hier minus 72 Grad Celsius. Damit war es in dem kleinen Dorf kälter als am Nord- oder Südpol.