Symbol der Rainbow Nation: Die Flagge Südafrikas steht für den gemeinsamen Weg aller Volksgruppen.
Vision und Realität
Rot steht für das Blut, welches während der Befreiungskriege vergossen wurde, grün für das Land, blau für den Ozean, weiß für die weiße, schwarz schließlich für die nichtweiße Bevölkerung, und das Gold für den Reichtum des Landes an Bodenschätzen. Jede Farbe der neuen südafrikanischen Flagge hat ihre spezifische Bedeutung. Zusammen werden sie zum Symbol einer Vision: der "Rainbow Nation". Offiziell vorgestellt wurde die Flagge am 27. April 1994 anlässlich der ersten freien Wahlen in Südafrika nach dem Ende der Apartheid. Ihren Mittelpunkt bildet ein liegendes V, das im weiteren Verlauf zu einer Linie verschmilzt.Herausforderung und Hoffnung
In dieser Kombination symbolisieren Farben und Grafik die Herausforderung und Hoffnung der südafrikanischen Gesellschaft, den Weg in die Zukunft gemeinsam zu gehen - statt, wie in der Vergangenheit, nach Rasse und Hautfarbe getrennt. Doch Südafrika ist ein Land erstaunlicher Kontraste, landschaftlich wie gesellschaftlich, in dem sich vielfältigste Kulturen gegenüberstehen. Damit verbinden sich seit jeher große Probleme, aber ebenso ein nicht zu unterschätzendes Potenzial. Die rund 45 Millionen Einwohner Südafrikas unterscheiden sich in vier, noch unter den Apartheidgesetzen definierte Bevölkerungsgruppen: die Schwarzen, die mit 78 Prozent den größten Anteil stellen, die Weißen, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung rund zehn Prozent ausmacht, Mischlinge (auch: Farbige) mit einem Anteil von neun Prozent, und Asiaten, zumeist Inder, deren Anteil drei Prozent beträgt. Elf offizielle Landessprachen sind seit 1994 in Südafrika zugelassen: Afrikaans, Englisch sowie neun lokale afrikanische Sprachen.
Farmer aus Holland
Die Gruppe der Schwarzen besteht aus vielen verschiedenen Völkern, wie zum Beispiel den Zulu, Xhosa, Tswana oder Sotho. Sie besitzen eigenständige Kulturen und Traditionen und sind in Stämme aufgegliedert. Weiße Siedler versklavten, verdrängten und unterdrückten sie über Jahrhunderte - Holländer, Deutsche und Franzosen, die sich nach 1652 in Südafrika niederließen. Da sie größtenteils Farmer waren, wurden sie Buren genannt. Ihre Nachfahren sprechen Afrikaans, die jüngste Sprache der Welt.
Britische Nachfahren
Die englischsprachigen Weißen sind meist Nachkommen der Briten. Jene kamen Ende des 18. Jahrhunderts nach Südafrika und gewannen nach langen, teils blutigen Auseinandersetzungen schließlich die Vorherrschaft im Land. Erst 1948 ging die politische Macht wieder an die Buren über. Doch egal ob Buren oder Briten, Weiße bestimmten bis 1994 das politische, kulturelle und wirtschaftliche Leben Südafrikas...
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Die Welt zu Gast
Vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 wird in Südafrika die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ausgetragen. Erstmals gibt es das Fußballturnier auf afrikanischem Boden. Wegen des Rotationsprinzips der Kontinentalverbände, das von der FIFA beschlossen worden war, nahm der Weltfußballverband nur Bewerbungen afrikanischer Länder an. Südafrika setzte sich gegen Ägypten und Marokko durch. In 64 Spielen treten 32 Nationen in zehn Stadien gegeneinander an. Das erste und das letzte Spiel werden im First-National-Bank-Stadion (auch Soccer City genannt) in Johannesburg ausgetragen. Die Arena stammt aus dem Jahr 1987 und wurde eigens für die Fußballweltmeisterschaft renoviert.
Laut Südafrikas Bewerbungsunterlagen beträgt das Investitionsvolumen für die Weltmeisterschaft rund 825 Millionen US-Dollar. 47 Millionen Dollar sollen lokale Sponsoren beisteuern. 467 Millionen Dollar will das Organisationskomitee über den Ticketverkauf einnehmen. Von den drei Millionen Tickets stehen 1,5 Millionen für Fußballfans aus dem Ausland zur Verfügung. 480.000 sind für Südafrikaner reserviert. Die restliche Million ist Sponsoren, Spielern und Mitgliedern der FIFA vorbehalten. Bis Januar 2010 blieben die Verkaufserlöse jedoch weit hinter den Erwartungen zurück.
Während nach Berichten der Inspektorengruppe des Weltfußballverbands Transport, Kommunikation, medizinische Versorgung und Hotellerie gut entwickelt sind, ist die Sicherheit weiterhin ein Kritikpunkt. Immerhin gilt Südafrika als eines der gewalttätigsten Länder der Welt: Morde, Vergewaltigungen, Entführungen und Raubüberfälle sind die häufigsten Straftaten. Das schreckt Fußballfans ab. Laut Inspektorengruppe hat die südafrikanische Regierung jedoch Wissen und Mittel, um die 19. FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ohne Probleme veranstalten zu können. Die Veranstalter sind zuversichtlich, dass das Motto der Endrunde wahr wird: "Es ist Zeit, Afrikas Menschlichkeit zu feiern."
Vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 wird in Südafrika die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ausgetragen. Erstmals gibt es das Fußballturnier auf afrikanischem Boden. Wegen des Rotationsprinzips der Kontinentalverbände, das von der FIFA beschlossen worden war, nahm der Weltfußballverband nur Bewerbungen afrikanischer Länder an. Südafrika setzte sich gegen Ägypten und Marokko durch. In 64 Spielen treten 32 Nationen in zehn Stadien gegeneinander an. Das erste und das letzte Spiel werden im First-National-Bank-Stadion (auch Soccer City genannt) in Johannesburg ausgetragen. Die Arena stammt aus dem Jahr 1987 und wurde eigens für die Fußballweltmeisterschaft renoviert.
Laut Südafrikas Bewerbungsunterlagen beträgt das Investitionsvolumen für die Weltmeisterschaft rund 825 Millionen US-Dollar. 47 Millionen Dollar sollen lokale Sponsoren beisteuern. 467 Millionen Dollar will das Organisationskomitee über den Ticketverkauf einnehmen. Von den drei Millionen Tickets stehen 1,5 Millionen für Fußballfans aus dem Ausland zur Verfügung. 480.000 sind für Südafrikaner reserviert. Die restliche Million ist Sponsoren, Spielern und Mitgliedern der FIFA vorbehalten. Bis Januar 2010 blieben die Verkaufserlöse jedoch weit hinter den Erwartungen zurück.
Während nach Berichten der Inspektorengruppe des Weltfußballverbands Transport, Kommunikation, medizinische Versorgung und Hotellerie gut entwickelt sind, ist die Sicherheit weiterhin ein Kritikpunkt. Immerhin gilt Südafrika als eines der gewalttätigsten Länder der Welt: Morde, Vergewaltigungen, Entführungen und Raubüberfälle sind die häufigsten Straftaten. Das schreckt Fußballfans ab. Laut Inspektorengruppe hat die südafrikanische Regierung jedoch Wissen und Mittel, um die 19. FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ohne Probleme veranstalten zu können. Die Veranstalter sind zuversichtlich, dass das Motto der Endrunde wahr wird: "Es ist Zeit, Afrikas Menschlichkeit zu feiern."



