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Depression

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Die Alarmzeichen
Gedrückte Stimmung und Traurigkeit kennt jeder von uns, sie gehören zum Leben. Depressive Verstimmung nennen Fachleute diese an sich gesunde Reaktion von Körper und Psyche auf schwierige Lebensumstände.

Doch, wie viel depressive Verstimmung ist normal, und wann beginnt eine behandlungsbedürftige Depression? Häufige Merkmale dieser ernstzunehmenden Erkrankung sind:
- Antriebslosigkeit
- Innere Unruhe und Schlafstörungen
- Fehlende Lebensfreude
- Innere Leere und Traurigkeit
- Vermindertes Selbstwertgefühl
- Schwindendes Interesse
- Konzentrationsschwäche
- Unentschlossenheit
- Schuldgefühle, Selbstanklagen
- Gestörte Farbwahrnehmung
- Angstzustände
- Selbstmordgedanken
- Körperliche Beschwerden
- Appetitlosigkeit

Wichtig ist, dass eine Depression rechtzeitig erkannt und konsequent behandelt wird. Wer glaubt, depressiv zu sein, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen: Hausarzt, Fachärzte - also Psychiater oder Neurologen - oder Psychotherapeuten sind die richtigen Ansprechpartner. Eine erste Einschätzung liefern Selbsttests wie der auf den Internet-Seiten des Kompetenznetzes Depression. Informationen zu Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen in der Nähe gibt es auf der Website des Deutschen Bündnisses gegen Depression.

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Eine lebensbedrohliche Krankheit
Etwa zehntausend Menschen nehmen sich jedes Jahr in Deutschland das Leben, mindestens zehnmal so viele versuchen es. Zwischen fünfzig und siebzig Prozent aller Suizide gehen nach Einschätzung von Experten auf depressive Erkrankungen zurück. Suizidgedanken sind zudem häufig ein Symptom der Depression. Für zehn bis fünfzehn Prozent aller schwer depressiv erkrankten Menschen nimmt der Leidensdruck derart überhand, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen.

Was können Betroffene und Angehörige tun, um diesem Schicksal vorzubeugen? Neben akuter Krisenbewältigung ist das rechtzeitige Erkennen und Behandeln der Erkrankung unerlässlich, um Suizide zu vermeiden, erklärt die Deutsche Stiftung Depressionshilfe auf ihrer Website. Das Problem: Zwar gebe es heute wirksame Medikamente und Therapien, allerdings würden Depressionen häufig übersehen oder nicht ernst genommen. Besonders Männern falle es schwer, Hilfe anzunehmen. Und so ist bei ihnen die Gefahr von Suizidversuchen und Suizid als Folge einer unbehandelten Depression deutlich höher als bei Frauen.

Hinzu kommt, dass die Volkskrankheit Depression, unter der immerhin etwa vier Millionen Deutsche leiden, kaum Akzeptanz in der Öffentlichkeit erfährt. Dabei sind nicht nur Selbstmorde für die erhöhte Mortalität bei Depressiven verantwortlich: Medizinische Untersuchungen weisen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Depression und anderen Erkrankungen, wie etwa Diabetes mellitus und Herzerkrankungen, nach.