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Gefängnis

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Verein Brücke
Der Wandel im Herbst 1989 erreicht auch die Gefängnisse in Bautzen. Aktivisten der Bürgerbewegungen gehen in die Anstalten und bieten sich den Häftlingen vor Ort als Vertrauenspersonen an. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Lage nicht eskaliert.

Der Arbeitskreis erweitert sich auf 25 bis 30 Helfer und wird als "Bürgerinitiative Strafvollzug" durch den Runden Tisch der Stadt legitimiert. Daraus geht 1991 der Verein Brücke hervor, der sich im Raum Bautzen der Straffälligen- und Bewährungshilfe widmet.

Vereinsmitglieder arbeiten im Beirat der heutigen JVA mit, dort organisieren sie Hilfsangebote für Gefangene, stehen zu Gesprächen zur Verfügung und kümmern sich auch nach der Entlassung um sie. "Nie wieder", so das Credo von Brücke e. V., "soll diese Anstalt eine unkontrollierte Tabuzone werden." (Quelle: Gedenkstätte Bautzen)