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Schlaganfall

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Schlaganfall erkennen
Anhand dreier einfacher Tests können Laien einen Schlaganfall erkennen:

1. Die eventuell betroffene Person soll lächeln.
2. Die Person soll bei geschlossenen Augen beide Arme geradeaus strecken, mit der Handinnenseite nach oben.
3. Die Person soll einen einfachen Satz nachsprechen.

Verzieht sich das Gesicht beim Lächeln einseitig oder klappt das Anheben des Arms nicht richtig, könnte eine Halbseitenlähmung vorliegen. Undeutliches, verwaschenes Sprechen deutet auf Sprachstörung hin. Tritt mindestens eins der Anzeichen ein, sollte sofort der Notarzt verständigt werden.

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Risikofaktoren Schlaganfall
Nur alte Leute bekommen einen Schlaganfall, lautet ein gängiges Vorurteil. Das ist falsch: Die Hälfte aller Schlaganfallpatienten ist im erwerbsfähigen Alter, fünf Prozent sind sogar jünger als vierzig Jahre. Zutreffend hingegen ist, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, mit dem Alter zunimmt: Ab dem 55. Lebensjahr verdoppelt sich das Risiko alle zehn Jahre.

Grundsätzlich kann ein Schlaganfall jeden treffen; das individuelle Risiko hängt jedoch von zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören neben dem Alter auch das Geschlecht (Männer sind häufiger betroffen als Frauen) und die genetische Veranlagung. Krankheiten und Lebensweise wirken sich ebenfalls auf das Schlaganfallrisiko aus - alles, was schädlich ist für die Gefäße oder für den Blutfluss, trägt zu einem eventuellen Schlaganfall bei: Diabetes mellitus und Störungen des Fettstoffwechsels, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen, Nikotin- und Alkoholkonsum gepaart mit Bewegungsmangel.

Fünfzehn Prozent der jährlichen Todesfälle gehen in Deutschland auf Schlaganfall zurück - nur an Herzinfarkt und an Krebs sterben hierzulande mehr Menschen.

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Therapie nach Noten
Den sprichwörtlichen "Zauber der Musik" entdecken auch immer mehr Ärzte und Therapeuten in der Behandlung von Schlaganfallpatienten. So brachte ein Arzt in Boston in den 1970er Jahren Menschen mit Sprachverlust über das Singen das Sprechen wieder bei.

Die Patienten lernten zunächst, einfache Sätze zu singen, und glichen dann die "Melodie" mehr und mehr dem normalen Sprechen an. Das funktioniert sogar dann, wenn das Sprachzentrum in der linken Hirnhälfte außer Gefecht gesetzt ist - Liedtexte verarbeitet das Gehirn nämlich in einem anderen Areal in der rechten Hirnhälfte.

Die Gehfähigkeit lässt sich ebenfalls mit Musik verbessern, fand eine internationale Studie des Deutschen Zentrums für Musiktherapieforschung heraus: Wird das Gehen durch Musik rhythmisch unterstützt, verringern sich Bewegungsdefizite meist schneller als durch andere Methoden.

Um Beweglichkeit geht es auch beim Musikunterstützten Training, das in Hannover entwickelt wurde. Statt die Motorik durch Auffädeln von Glasperlen oder Auf- und Zudrehen von Flaschen zu trainieren, erhalten Patienten Unterricht am Instrument. Zunächst spielen sie auf Trommeln, später auch am Keyboard. Mehrere Studien belegen inzwischen die Wirksamkeit dieser Methode.

Der positive Einfluss von Musik in der Therapie lässt sich unter anderem damit begründen, dass die Musik nicht nur eine einzige Hirnregion anspricht, sondern viele: Sie betrifft zum Beispiel Gehör und Bewegungsapparat, Gefühl und Verstand und fördert deren Zusammenwirken.