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Schiller

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Schiller - die Fakten
Johann Christoph Friedrich Schiller wird am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geboren. Er verlebt eine glückliche Kindheit, die ein jähes Ende findet, als der 13jährige Offizierssohn auf Wunsch des Herzogs Karl Eugen in dessen Pflanzschule für Beamten- und Offiziersnachwuchs eintreten muss. Friedrich leidet unter dem militärischen Drill und der kasernenartigen Disziplin. 1777 beginnt er die Arbeit an dem Drama Die Räuber. Nach Abschluss seines Medizinstudiums verlässt Schiller 1780 die Schule und wird Regimentsmedikus.

Ein Jahr darauf schließt der junge Dichter Die Räuber ab; die Premiere am 13. Januar 1782 in Mannheim macht Schiller mit einem Schlag berühmt. Der Herzog stellt den Dichter im Juli für zwei Wochen unter Arrest und verbietet ihm das "Komödienschreiben". Schiller flieht aus Württemberg, gelangt über Mannheim, Frankfurt und Oggersheim ins thüringische Bauerbach. Dort arbeitet er an den Stücken Luise Millerin und Don Karlos. 1783 erhält er für ein Jahr eine Stelle als Theaterdichter in Mannheim.

Schiller erkrankt an Malaria; schwer angeschlagen und pleite folgt er der Einladung eines Verehrers nach Leipzig und Dresden. In dieser Zeit beendet der Dichter den Don Karlos und schreibt die Ode an die Freude, bevor es ihn nach Weimar zieht, wo er Herder, Wieland und, im September 1788, Goethe trifft. Die nächsten Jahre widmet sich Schiller philosophischen und historischen Schriften; seit 1789 ist er Professor für Geschichte in Jena.

1790 heiratet Schiller Charlotte von Lengenfeld, das Paar wird vier Kinder haben. Eine schwere Erkrankung 1791 überlebt der Dichter, doch komplett erholt er sich nicht. Schiller gewinnt 1794 Goethe für die Mitarbeit an einer Zeitschrift. Daraufhin entwickelt sich zwischen den Dichtern eine enge Freundschaft. Im dichterischen Wettstreit entstehen Schillers berühmteste Balladen wie Der Handschuh, Die Kraniche des Ibykus oder Die Bürgschaft.

Um seinem Freund näher zu sein, siedelt Schiller samt Familie 1799 nach Weimar über. Dort schreibt er in den nächsten Jahren weitere Dramen, darunter Wallenstein, Maria Stuart und Wilhelm Tell. Im November 1802 erhält der Dichter das Adelsdiplom. Nur zwei Jahre später erkrankt er erneut schwer; am Nachmittag des 9. Mai 1805 stirbt Friedrich von Schiller in Weimar.