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Mittelalter
Ritter

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Der Rosenroman zählt zu den meistgelesenen Büchern seiner Zeit. Zwischen 1225 und 1280 entstand das aus über 22.000 Versen bestehende allegorische Werk. Es beschreibt den Weg eines verliebten Jünglings durch alle Höhen und Tiefen der Liebe, wobei eine Rose die von ihm Angebetete symbolisiert. Der Roman steht in der Tradition der idealisierten höfischen ars amatoria (Liebeskunst oder Liebeslehre): Durch das Überwinden von Widerständen und Hindernissen sollte der Liebende die Kunst der Liebeswerbung und des Liebens lernen und dabei moralische Läuterung erfahren. Von dieser spezifisch mittelalterlichen Vorstellung von Liebe wurde die höfische Kultur lange Zeit geprägt. Zeitgenössische Lyrik und Epik erinnern an das Ideal der Minne, welches für den Ritter vor allem den hingebungsvollen Dienst für eine Dame, die Unterwerfung unter ihren Willen und die Werbung um ihre Gunst bedeutete. Was ist aber mit Geschichten über Kreuzritter, die ihre Frauen mittels Keuschheitsgürtel zur Enthaltsamkeit gezwungen haben sollen? Ein Mythos: Meist stammen sie aus der Zeit des Barock - und wurden damals verbreitet, um das Bild das "finsteren Mittelalters" noch dunkler zu zeichnen.