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Ozean

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Die Ozeane
Okeanos heißt in der griechischen Mythologie die Gottheit, die die Welt als Strom umfließt und in der die Welt ihren Ursprung hat. Von diesem Namen leitet sich das Wort Ozean für die großen Meere - im Deutschen sagt man auch Weltmeere - ab.

In fünf Ozeane unterteilt man die Meeresflächen zwischen den Kontinenten: Atlantischer, Pazifischer, Indischer, Arktischer und Antarktischer Ozean. Jedes dieser Meere unterscheidet sich von den anderen Ozeanen und von den Nebenmeeren durch Eigenschaften wie Salzgehalt, Meeresströmungen und Gezeiten. Der größte Ozean ist der Pazifik, auch Stiller oder Großer Ozean genannt: Er macht die Hälfte der Wasseroberfläche der Erde aus und ist größer als alle Kontinente zusammen.

Die Weltmeere sind durchzogen von Unterwassergebirgen. Mittelozeanische Rücken entstehen an den Rändern der tektonischen Platten, wo die Erdkruste aufbricht und vulkanisches Material nach oben tritt. Dabei bildet sich Ozeanboden neu und bewegt sich von der Austrittsstelle fort - Wissenschaftler erklären so die Bewegung der Kontinente. Der Atlantische Ozean zum Beispiel wächst durch die Spreizung des Ozeanbodens um etwa 2 Zentimeter pro Jahr.

Tiefseerinnen sind gewissermaßen das geologische Gegenstück zu den Mittelozeanischen Rücken: Sie entstehen da, wo tektonische Platten aufeinander prallen und eine unter eine andere "taucht". In einer solchen Rinne im Pazifik, im Marianengraben, liegt das Witjastief 1. Wer diesen Ort besuchen möchte, muss 11.034 Meter unter die Wasseroberfläche tauchen - tiefer geht es auf dem Blauen Planeten nicht.

Die Durchschnittstiefe der Weltmeere beträgt nach aktuellen Berechnungen US-amerikanischer Forscher etwa 3.682 Meter; das Gesamtvolumen des Ozeanwassers geben Wissenschaftler mit mehr als 1,3 Milliarden Kubikkilometer an. Schätzungsweise 97 Prozent der Weltwasserreserven speichern die Ozeane.

Die Bedeutung der Weltmeere für das Klima und die Atmosphäre ist kaum zu überschätzen. Für Europa etwa spielt der Golfstrom, der warmes Wasser in den Nordatlantik spült, eine wichtige Rolle. Der Wasseraustausch zwischen Atmosphäre und Oberfläche geschieht zu 82 Prozent über den Ozeanen. Und: Die Weltmeere sind ein gigantischer Sauerstoff- und Kohlendioxidspeicher.