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DDR

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Auferstanden aus Ruinen...
Johannes R. Becher dichtete den Text, Hanns Eisler komponierte die Melodie. Das Wort Sozialismus kommt in der Hymne der DDR nicht vor. "Deutschland einig Vaterland" bezieht sich nicht, wie oft angenommen, auf die deutsche Teilung sondern vielmehr auf gemeinsame Arbeit und den Abbau sozialer Spannungen. Dennoch durfte der Text im letzten DDR-Jahrzehnt offiziell nicht mehr gesungen werden. Die DDR war damit wohl der einzige Staat, der eine Nationalhymne ohne Worte sein eigen nannte. Heute, es ist fast gespenstisch, stimmt wieder jedes Wort:
 
Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Lass uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muss uns doch gelingen,
Dass die Sonne schön wie nie
Über Deutschland scheint.

1990 schlug Lothar de Maizière sogar vor, den Becher-Text, gesungen zur Melodie des alten Deutschlandlieds, zur neuen Hymne des vereinten Landes zu machen. Doch das stieß, wie wir wissen, auf keine Gegenliebe.