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Politbüro

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Chronik einer Machtzentrale
25. bis 28. Januar 1949: Beschluss zur Gründung des Politbüros. Prominente Mitglieder: Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl.
Sommer 1952: Walter Ulbricht proklamiert den "planmäßigen Aufbau des Sozialismus".
Juni 1953: DDR-Arbeiteraufstand; Rudolph Herrnstadt und Wilhelm Zaisser versuchen, Ulbricht zu isolieren. Sie scheitern.
1965 bis 1969: Ulbricht experimentiert mit neuen Wirtschaftsformen. Seine Politik der wirtschaftlichen Annäherung an die Bundesrepublik ruft Widerstand in Moskau, aber auch im eigenen Politbüro hervor.
21. Januar 1971: Die Mehrheit der Mitglieder des Politbüros schreibt einen Brief an Leonid Breshnew mit der Bitte um Absetzung Walter Ulbrichts.
3. Mai 1971: Erich Honecker wird zum Ersten Sekretär ernannt. Ulbricht lebt noch fast zwei Jahre. Honecker verkündet die Strategie der Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik, die zur massiven Verschuldung führt.
1983: Die Verschuldung steigt. Franz Josef Strauß vermittelt einen Milliardenkredit.
1985: Michail Gorbatschow wird Generalsekretär des ZK der KPdSU. Honecker und sein Adlatus Günter Mittag blocken alle Kritik ab.
17. Oktober 1989: Unter dem Eindruck der Massenproteste des Wendeherbstes enthebt eine Mehrheit der Politbüro-Mitglieder Generalsekretär Erich Honecker von seiner Funktion.
10. November 1989: Auf der 10. Tagung des Zentralkomitees entsteht ein neues Politbüro, das nur noch zehn Mitglieder umfasst, die überwiegend als Reformer gelten. Generalsekretär ist Egon Krenz.
3. Dezember 1989: Nach den Geschehnissen des Wendejahres schließt das Zentralkomitee der SED nahezu alle ehemaligen Mitglieder des alten Politbüros unter Honecker aus der Partei aus. Es ist zugleich die letzte Zusammenkunft des Zentralkomitees. Auch das neue Politbüro unter Krenz tritt geschlossen zurück. Damit ist die Zeit der Politbüros in der DDR vorüber.

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Buch: Thomas Grimm: Das Politbüro Privat. Ulbricht, Honecker, Mielke & Co. aus Sicht ihrer Angestellten. Aufbau-Verlag, Berlin 2004. ISBN: 3-351-02573-4