Tee-Rezepte
Etwa dreitausend Teesorten gibt es weltweit. Auch ein Blick in heimische Kräutergärten lohnt sich. Aus Spitzwegerich, Melisse oder Johanneskraut lassen sich heilkräftige Tee-Aufgüsse herstellen.Teeaufgüsse aus heimischen Wildkräutern zeigen manche erstaunliche Wirkung...
Hustentee aus Spitzwegerich
Spitzwegerich ist das Hustenkraut überhaupt, es enthält wertvolle Flavonoide, Kieselerde und wirkt antibiotisch. (drei Tassen am Tag)
Für eine Tasse einen Teelöffel getrockneten Spitzwegerich mit 150 Milliliter kochendem Wasser in einer Teekanne übergießen und zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen. Anschließend den Tee durch ein Teesieb in die Tasse einschenken, nach Belieben süßen.
Beruhigungstee aus Zitronenmelisse, Johanneskraut und Hopfenblüten
Diese Kräutermischung wirkt harmonisierend und entspannend. (drei Tassen täglich)
Jeweils einen halben Teelöffel der Kräuter mit 150 Milliliter kochendem Wasser in einer Teekanne übergießen, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, anschließend durch ein Teesieb in die Tasse einschenken.
Erkältungstee aus Hagebutten, Holunder und Lindenblüten
Hagebutten enthalten sechsmal mehr Vitamin C als Zitronen. (diesen Tee kann man als Haustee verwenden, also auch mehr als drei Tassen am Tag, wenn gewünscht)
Die Hagebuttenbeeren komplett trocknen, dann vier Esslöffel davon im kalten Wasser ansetzen, zum Kochen bringen, zehn Minuten ziehen lassen und vom Herd nehmen. Anschließend jeweils einen gehäuften Esslöffel Lindenblüten und Holunderblüten mit dem Hagebuttensud übergießen, wieder zehn Minuten ziehen lassen. Diesen Tee kann man über den Tag verteilt trinken.
Für alle Tees gilt: Erst alle Kräuter trocknen und nicht länger als ein Jahr aufheben!
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Infobox
Vorreiter Ostfriesland
In Deutschland entwickelten lediglich die Ostfriesen eine eigene Teekultur. Wie kam es dazu? Die niederländische Ostindienkompanie VOC brachte gegen 1610 Tee nach Europa. Durch die Nähe zu Holland verbreitete er sich im späten 18. Jahrhundert schließlich in Ostfriesland und verdrängte dort das Hauptgetränk Bier.
Wer auf ostfriesisch Tee trinkt, legt zuerst einen Kluntje, ein Stück Kandis, in die Tasse. Darauf gießt er die Ostfriesen-Teemischung aus Assam-, etwas Darjeeling- und Ceylontee. Zuletzt kommt ein wenig Sahne in den Tee, so dass sich ´n wulkje - ein Wölkchen - bildet.
Umrühren darf man nicht - der Löffel in der Tasse dient lediglich dazu, das Nachschenken zu verhindern. Besucher, die den Brauch nicht kannten, sollen schon mit enormen Teemengen traktiert worden sein! Die typischen Teezeiten: eine kurze Teepause am Vormittag, der Nachmittagstee um fünfzehn Uhr und nicht selten ein zusätzlicher Abendtee.
In Deutschland entwickelten lediglich die Ostfriesen eine eigene Teekultur. Wie kam es dazu? Die niederländische Ostindienkompanie VOC brachte gegen 1610 Tee nach Europa. Durch die Nähe zu Holland verbreitete er sich im späten 18. Jahrhundert schließlich in Ostfriesland und verdrängte dort das Hauptgetränk Bier.
Wer auf ostfriesisch Tee trinkt, legt zuerst einen Kluntje, ein Stück Kandis, in die Tasse. Darauf gießt er die Ostfriesen-Teemischung aus Assam-, etwas Darjeeling- und Ceylontee. Zuletzt kommt ein wenig Sahne in den Tee, so dass sich ´n wulkje - ein Wölkchen - bildet.
Umrühren darf man nicht - der Löffel in der Tasse dient lediglich dazu, das Nachschenken zu verhindern. Besucher, die den Brauch nicht kannten, sollen schon mit enormen Teemengen traktiert worden sein! Die typischen Teezeiten: eine kurze Teepause am Vormittag, der Nachmittagstee um fünfzehn Uhr und nicht selten ein zusätzlicher Abendtee.



