Seite drucken

LexiTV - Das MDR Wissensmagazin - Bildung für alle

 

Dieser Artikel gehört zum Thema

Automobil

Infobox

Fahrkomfort über Geschwindigkeit
Er war ein Exzentriker - der in Bayern geborene und in England lebende Kunstmaler Sir Hubert von Herkomer (26. März 1849 bis 31. März 1914). Sir Hubert war automobilverrückt. Sein Verdienst ist es, die Idee der Zuverlässigkeitsfahrten für Tourenwagen in Deutschland populär gemacht zu haben. Dem Sieger des nach ihm benannten Rennens stiftete Sir Hubert eine vierzig Kilo schwere Silbertrophäe und ein selbst gemaltes Ölgemälde.

Doch die kostbare Trophäe gab es erst, wenn man zweimal hintereinander gewonnen hatte! Reine Rennwagen waren bei diesen Fahrten nicht zugelassen. Die Fahrzeuge mussten über vier Sitze, zwei Bremsen, Rückwärtsgang, Motorhaube, Kotflügel, Hupe und Auspufftopf verfügen. Neben der Geschwindigkeit standen Sicherheit und Fahrkomfort im Mittelpunkt.

Bei der ersten Herkomerfahrt im Jahr 1905 fuhren 91 Wagen mit, nur ein Viertel davon hielt den Strapazen der Fahrt stand. Das erste Rennen ging über eine Strecke von 937,1 Kilometern. Die Herkomerfahrten von 1906 und 1907 gingen bei stetig steigender Teilnehmerzahl über Distanzen von 1.700 beziehungsweise 1.818,7 Kilometer.