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Eisbär

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Ursus maritimus
Der Eisbär oder Polarbär ist der größte an Land lebende Fleischfresser und zählt zu den anpassungsfähigsten Säugetieren. Vor einem halben Jahrhundert fast völlig ausgerottet, leben in der Arktis heute etwa 20.000 bis 25.000 Eisbären. Noch immer stuft die Internationale Union für die Bewahrung der Natur (IUCN) den Eisbär als "gefährdet" ein.

Das charakteristische weiße bis cremefarbene Fell ist in polarer Umgebung eine hervorragende Tarnung. Der Eindruck des weißen Fells kommt allein durch Lichtreflexion zustande: Das Haar, innen hohl, dient der besseren Wärmeleitung auf die schwarze Haut. Damit und mit einer zehn Zentimeter dicken Fettschicht sind die Tiere bestens an die eisige Kälte angepasst.

Ausgewachsene Männchen erreichen eine Länge von 2,5 Metern, eine Schulterhöhe von 1,5 Metern und ein Gewicht von bis zu 600 Kilo. Weibchen, leichter und kleiner, gebären alle drei Jahre ein bis drei Junge. Eisbären erreichen ein Alter von zwanzig bis dreißig Jahren. Im Vergleich zu anderen Bären haben sie einen relativ schmalen, langen Kopf mit flacher Stirn.

Als einzige Bären halten Eisbären keine Winterruhe. Im Gegenteil: Wenn in der Arktis das Packeis wächst, beginnt die eigentliche Jagdsaison. Bei der Jagd erreichen Eisbären Geschwindigkeiten von bis zu vierzig Kilometer pro Stunde. Begehrte Leckerbissen sind Robben, Fische und Seevögel.