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Pferd

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Königliches Rennen
Das Royal Ascot - Pferderennen ist weltberühmt: Fünf Tage lang treten die besten Pferde der Welt in fünfzehn verschiedenen Galopprennen gegeneinander an. Dabei geht es um rund fünf Millionen Euro Preisgeld. Die Eintrittskarten für das gesellschaftliche Treffen ersten Ranges - an allen Tagen halten sich Mitglieder der königlichen Familie in Ascot auf - sind bereits Monate im Voraus ausverkauft.

Das Rennen geht auf das Jahr 1711 zurück. Bei einem Ausritt entdeckte Königin Anne nahe des königlichen Schlosses Windsor Castle ein Heidegebiet, das ihrer Meinung nach gut geeignet war, um "Pferde in vollem Galopp zu reiten". Am 11. August desselben Jahres ließ sie das erste Royal Ascot veranstalten.

Eine besondere Tradition stellt der Dress-Code dar: Schwarz oder grau muss der Anzug bei den Herren sein, dazu Weste und Zylinder. Zur obligatorischen Garderobe für Frauen gehören Kleider - und Hüte. Je ausgefallener ihre Kopfbedeckungen sind, umso sicherer finden sich die Trägerinnen am nächsten Tag in der Presse wieder.

Während der Renntage haben die 4.000 Angestellten viel zu tun: Im Schnitt konsumieren die rund 300.000 Gäste 5.000 Kilogramm Erdbeeren, 6.700 Kilogramm Lachs, 100.000 Flaschen Wein und 150.000 Flaschen Champagner.

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Nur für Mädchen?
"Reiten ist heute eine Angelegenheit von Frauen vor dem Erwachsenwerden", schreibt die FAZ-Reporterin Christina Hucklenbroich. Wer sich in Pferdeställen und auf Reiterhöfen umschaut, sieht diese Aussage bestätigt: Vor allem Mädchen im Teenager-Alter tummeln sich um die Boxen, sie striegeln, satteln, zäumen, streicheln, verwöhnen die Vierbeiner.

Wissenschaftler erklären das Phänomen psychologisch: Seien Mädchen zu alt zum Puppenspielen, entdeckten sie im Pferd ein Ersatzobjekt, dem sie Zärtlichkeit und Fürsorge schenken können. Das geschehe zudem in einem Alter, in dem der Abnabelungsprozess von den Eltern beginne. Auf dem Pferdehof, ohne elterliche Aufsicht, erlebten die Mädchen die Gemeinschaft Gleichgesinnter und lernten, Verantwortung zu übernehmen.

Das Reiten an sich sei für Mädchen eher Mittel zum Zweck; im Zentrum stehe das Umsorgen von "Freund" Pferd. Doch auch Jungs lassen sich für Pferde begeistern - nur eben anders. Eine Studie der Universität Kassel fand heraus: Jungs mögen das Reiten als wettbewerbsorientierte und "wilde" Freizeitaktivität; sie wollen Abenteuer erleben und Mutproben bestehen.

Aus der Praxis ist das vielen Reitlehrern längst bekannt. Seit Jahren bemühen sich Reitvereine verstärkt um männlichen Nachwuchs; die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat sogar das Projekt Jungs aufs Pferd  ins Leben gerufen.