Aus dem Gleichgewicht
Im Januar 2005 wurde der Victoriasee im Osten Afrikas zum Bedrohten See des Jahres ernannt. Das Gewässer steuert auf einen ökologischen Kollaps zu - eine menschengemachte Katastrophe.Das Idyll trügt: Algen, Abwasser und die Victoriabarsche sind eine Gefahr für das ökologische Gleichgewicht des Sees.
Katastrophale Folgen
Biologische Invasion nennt sich jener Prozess, bei dem sich gebietsfremde Arten in einem Ökosystem ansiedeln, das sie ohne Hilfe des Menschen - zu dessen Nutzen die Einschleppung oft einzig geschieht - nicht erreicht hätten. Verliert der Mensch die Kontrolle über die Bio-Invasoren, gerät deren neue Heimat aus dem ökologischen Gleichgewicht. So hatte auch das Experiment am Victoriasee katastrophale Folgen: Der Nilbarsch fühlte sich in der neuen Umgebung bald so wohl, dass er innerhalb kürzester Zeit einen großen Teil der heimischen Spezies verdrängte.
Der Nilbarsch wurde in den 1950er Jahren im Victoriasee ausgesetzt, um dadurch die Fischerei-Erträge zu erhöhen.
Etwa zweihundert Arten der Victoriasee-Buntbarsche (Cichlidae), die seit geschätzten zwölftausend Jahren im lichtdurchfluteten, warmen und nährstoffreichen Wasser des Sees lebten, sind bereits ausgestorben - sie waren dem gefräßigen Räuber willkommene Beute. Der Nilbarsch fand ideale Lebensbedingungen vor und konnte sich deshalb ungehindert vermehren: Waren die Bestände anfangs klein und regional begrenzt, breitete sich der große Fisch allmählich immer weiter aus - bis er schließlich Anfang der 1980er Jahre sämtliche Bereiche des Victoriasees erobert hatte.
Lukrativer Exportschlager
Sehr zur Freude der dort ansässigen Fischindustrie: In deren Augen war das Experiment ein voller Erfolg; die rasante Vermehrung des Nilbarschs machte den See zum idealen Fanggebiet, und der Fisch entwickelte sich zum lukrativen Exportschlager. Die Fischfabriken an den Ufern des Victoriasees produzieren täglich rund fünfhundert Tonnen Fischfilets; davon gehen mehr als achtzig Prozent nach Europa, wo sie unter dem klangvollen Namen Victoriabarsch verkauft werden...
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Heimische Raubfische
Als Raubfische werden Fische bezeichnet, die sich von Fischen oder anderen in und an Gewässern lebenden Tieren ernähren. Raubfische kommen sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser vor. Die bekanntesten Vertreter der Süßwasser-Raubfische sind Forelle, Hecht, Barsch und Wels.
Hechte haben einen torpedoförmigen Körper und ein weites Maul mit spitzen, nach hinten gebogenen Zähnen ("Hundszähne"), einen seitlich abgeflachten Körper und eine große entenschnabelförmige Schnauze. Der Europäische Hecht kann bis zu siebzig Pfund schwer und bis zu anderthalb Meter lang werden. Hechte bewohnen vorzugsweise klare, fließende und stehende Gewässer.
Der Wels ist ein Süßwasserfisch mit einem breiten, flachen Kopf mit weitem Maul, zwei langen Bartfäden am Oberkiefer und vier kürzeren am Unterkiefer. Mit einer Gesamtlänge von bis zu drei Metern und einem Maximalgewicht von über 150 Kilogramm ist er der zweitgrößte einheimische Süßwasserfisch hinter dem Stör. Er bewohnt bevorzugt große, warme Seen und tiefe, langsam fließende Flüsse. Der Wels kommt in weiten Teilen Mittel-, Süd- und Osteuropas vor.
Die Forelle ist die in Europa wohl bekannteste Vertreterin der Forellenfische. Dieser räuberische Süßwasserfisch wandert wie der Atlantische Lachs, der zur gleichen Familie gehört, ins Meer und kommt zum Laichen zurück in die Süßgewässer.
Als Raubfische werden Fische bezeichnet, die sich von Fischen oder anderen in und an Gewässern lebenden Tieren ernähren. Raubfische kommen sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser vor. Die bekanntesten Vertreter der Süßwasser-Raubfische sind Forelle, Hecht, Barsch und Wels.
Hechte haben einen torpedoförmigen Körper und ein weites Maul mit spitzen, nach hinten gebogenen Zähnen ("Hundszähne"), einen seitlich abgeflachten Körper und eine große entenschnabelförmige Schnauze. Der Europäische Hecht kann bis zu siebzig Pfund schwer und bis zu anderthalb Meter lang werden. Hechte bewohnen vorzugsweise klare, fließende und stehende Gewässer.
Der Wels ist ein Süßwasserfisch mit einem breiten, flachen Kopf mit weitem Maul, zwei langen Bartfäden am Oberkiefer und vier kürzeren am Unterkiefer. Mit einer Gesamtlänge von bis zu drei Metern und einem Maximalgewicht von über 150 Kilogramm ist er der zweitgrößte einheimische Süßwasserfisch hinter dem Stör. Er bewohnt bevorzugt große, warme Seen und tiefe, langsam fließende Flüsse. Der Wels kommt in weiten Teilen Mittel-, Süd- und Osteuropas vor.
Die Forelle ist die in Europa wohl bekannteste Vertreterin der Forellenfische. Dieser räuberische Süßwasserfisch wandert wie der Atlantische Lachs, der zur gleichen Familie gehört, ins Meer und kommt zum Laichen zurück in die Süßgewässer.



