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Zugvögel

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Geheimnis der Orientierung
Zugvögel legen oft zehntausende Kilometer zurück, und landen dennoch punktgenau am angepeilten Ziel. Dabei zieht ein großer Teil von ihnen nachts. Also können sie sich nicht an Landmarken oder am Stand der Sonne orientieren. Zugvögel nutzen stattdessen zwei wichtige Hilfsmittel: Sie orientieren sich am Magnetfeld der Erde und am Stand der Sterne. Vögel navigieren natürlich nicht wie Menschen: Sie kennen keine Sternbilder und keinen Nord- und Südpol. Doch sie verfolgen intuitiv den Lauf der Sterne während der Nacht und sehen vermutlich dank spezieller Rezeptoren im Auge das Magnetfeld der Erde.

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Warum Zugvögel unruhig werden
Lange Zeit glaubte man, dass der Aufbruch der Zugvögel unmittelbar von Umweltfaktoren beeinflusst sei. Man vermutete, dass sie ihr Verhalten an den Temperaturschwankungen, dem Futterangebot und an der Photoperiode ausrichteten, also an der unterschiedlichen Anzahl von Sonnenstunden pro Tag. Für Vögel, die sich im Winter in der Nähe des Äquators aufhalten, kann aber beides unmöglich eine Rolle spielen, weil dort sowohl Temperaturen als auch Tageslängen relativ konstant sind.

Das Geheimnis vieler Langstreckenzieher liegt vielmehr in ihrer inneren Uhr: Ein Instinkt löst bei den Vögeln, auf den Kalendertag genau, die Zugunruhe aus und zeigt ihnen, dass es Zeit ist loszufliegen. Wissenschaftler haben diesen Instinkt in Käfigversuchen unter gleichbleibenden klimatischen Bedingungen mit jungen Zugvögeln nachgewiesen. Sie beobachteten, dass die Vögel während ihrer üblichen Wanderzeit und insbesondere nachts außerordentlich aktiv waren und erhöhte Zugwilligkeit signalisierten. Je größere Strecken die Vögel in ihrer natürlichen Umgebung zurücklegen, desto länger und intensiver war auch die nächtliche Unruhephase.