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Lokomotive

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Jagd nach Rekorden
In den 1930er Jahren erlebte der Schnellzugverkehr in Deutschland eine erste Hochphase. Der Schienenzeppelin etwa, ein propellerbetriebenes Gefährt, raste im Juni 1931 mit 230 Kilometern pro Stunde über die Schienen. Allerdings kam die Konstruktion nie über den Prototyp hinaus.

Anders erging es da dem Fliegenden Hamburger: Dieser Dieselschnelltriebwagen verkehrte ab Mai 1933 regelmäßig zwischen Hamburg und Berlin. 138 Minuten benötigte der Schnellzug für die Strecke - eine Zeit, die erstmals wieder ein ICE im Jahr 1997 unterbot.

Von der Konkurrenz in Bedrängnis gebracht, schlug die Dampflokindustrie zurück und schickte 1936 ebenfalls einen Schnellzug aufs Gleis: In gerade einmal hundert Minuten bewältigte der Henschel-Wegmann-Zug die Strecke Berlin-Dresden. Bis heute steht dieser Rekord.

Dass Dampfloks nach und nach von der Schiene verschwanden, hatte dennoch gute Gründe: Ihr Wirkungsgrad lag nur bei rund zehn Prozent; Bedienung, Wartung und Reparatur waren dafür sehr aufwändig. Nach den rasanten 1930er Jahren geriet der Schnellzugverkehr in Deutschland für Jahrzehnte in den Hintergrund. Die nächste Generation Schnellzüge - der mit Elektroantrieb versehene ICE - ging 1991 an den Start.

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Shinkansen
Geburtsort der modernen Schnellzüge ist Japan: 1964 fuhr der erste so genannte Bullet Train ("Geschosszug") zwischen Tokio und Osaka; mehr als 2.200 Kilometer ist das Schnellfahrstreckennetz namens Shinkansen inzwischen lang.

Die japanischen Schnellzüge sind vor allem für ihre Sicherheit, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit bekannt: Seit der Inbetriebnahme hat es nur einen größeren Unfall gegeben, hervorgerufen durch ein Erdbeben; verletzt wurde dabei niemand. Die durchschnittliche Verspätung auf der 515 Kilometer langen Verbindung Tokio-Osaka beträgt 18 Sekunden.

Die schnellsten Shinkansen-Züge stammen aus der Baureihe 500 und erreichen im Regelbetrieb 300 Kilometer pro Stunde; die nächste Generation soll bis zu 405 Kilometer pro Stunde schnell sein.